XING-Umfrage: Coronakrise als Chance?

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XING hatte kürzlich eine Allfacebook-Community Umfrage gestartet um den Einfluss des COVID-19 auf das Social Media Marketing abschätzen zu können. Die niedrigen Anzeigepreise auf Facebook und Instagram hatten zu Fragen dergleichen geführt, denn die Preise seien tatsächlich so niedrig wie schon lange nicht mehr. So hatte XING ein Setup aus 8 Fragen aufgebaut, von denen die Antwort auf die ersten beiden Fragen verpflichtend seien. Denn gerade die ersten beiden Fragen erlaubten XING die Unterteilung in Segmente.

Insgesamt hatte 730 Nutzer an der Umfrage teilgenommen. Dies ließ XING zwar keine umfassenden Aussagen über die aktuelle Lage treffen, gab jedoch zumindest in Deutschland wertvolle Anhaltspunkte für Unternehmen. So diente die erste Frage der Betriebsart. Von den 730 Befragten, gaben 48,8% an, in einem Unternehmen zu arbeiten. 38,4% arbeiteten für eine Agentur, 11,1% in einer Behörde, NGO oder einem Verein und 1,7% gaben hier “Sonstiges” an.

Die darauffolgende Frage ging auf die Betriebsgröße der Unternehmen ein. Dabei gaben 51,5% der Befragten an, in einem Unternehmen, das weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigte zu arbeiten. 30,8% gaben an, in einem Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern zu arbeiten. 13% der Befragten waren in einem Betrieb mit unter 5000 Mitarbeitern beschäftigt und gerade 4,7% gaben an, in einem Unternehmen zu arbeiten, das über 5000 Mitarbeiter beschäftigte. Damit seien etwa 80% der Befragten in KMUs beschäftigt.

Hinsichtlich des Budgets stellte XING den Teilnehmern die Frage ob sich die Budgets wegen der Coronakrise verändert hatten. 50% der Befragten gaben tatsächlich an, dass die Unternehmen mit Kürzungen auf die Krise reagiert hatten. Immerhin 14% hatten das Budget für das Social Media Marketing komplett gestrichen und 14% hatten das Budget gesteigert. Die Befragten, die in Großunternehmen (ü5000 Beschäftigte) beschäftigt seien, hatten zu 50% keine Änderungen am Budget vorgenommen.

XING folgte mit der Frage, ob die Budgetkürzungen für alle Bereiche innerhalb des Marketings fiele. Dabei kam heraus, dass die Budgetverkürzungen weniger selektiv ausfielen, also auf alle Bereiche fielen und die Budgetsteigerungen dazu im Gegensatz gezielter ausfielen.

Fragen über die KPIs wie den CPCs, CPMs und Warenkorbgrößen und Änderungen dieser aufgrund des COVID-19 waren nicht sehr aufschlussreich und brachten nur wenige Erkenntnisse mit sich. Tendenziell konnte eine positive Entwicklung bei Unternehmen festgestellt werden, die mehr Budget einplanten und eher negative Entwicklungen im Verkauf bei Unternehmen die weniger Budget ins Social Media Marketing steckten. Laut XING sei derzeit dennoch der richtige Zeitpunkt um das Budget zu erhöhen.
Zudem stellte XING die Frage, inwiefern Corona als Thematik und Bestandteil des Redaktionsplans und des Community Managements Einfluss auf das Kommentarverhalten hatte. Dabei gaben 40% der Befragten an, dass es seit der Krise ein erhöhtes Kommentaraufkommen gebe, während nur 11% der Befragten angaben, dass sich das Kommentaraufkommen vermindert habe. Zu 81% wurde die Corona-Krise in Posts und Anzeige thematisiert, was wiederum zu mehr Feedback seitens der Community führte.

XING schloss daraus, dass die Coronakrise auch eine Chance sei und zwar gerade für die Unternehmen, deren Marke sich mit dem Thema Corona in Einklang setzen lasse und wo es sich anbiete die aktuelle Situation zu thematisieren.

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