KI-Lexikon
Definitionen zu Fachbegriffen aus den Bereichen KI-Anwendung, KI-Beratung und KI-Compliance
Unser KI-Lexikon ist als Wissensbasis zu Begriffen zur verantwortungsvolle Steuerung und Verwendung von künstlicher Intelligenz in Unternehmen gedacht.
Es bietet Definitionen zu verschiedenen Fachbegriffen – von den gesetzlichen Anforderungen des EU AI Act über das Risikomanagement nach NIST AI RMF bis hin zur Zertifizierung eines KI-Managementsystems (AIMS) nach ISO/IEC 42001.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zur KI-Governance
Was ist der Unterschied zwischen ISO 42001 und dem EU AI Act?
Der EU AI Act ist eine verbindliche EU-Verordnung mit gesetzlichen Pflichten. Die ISO 42001 ist eine freiwillige internationale Norm, die den organisatorischen Rahmen (AIMS) liefert, um diese gesetzlichen Anforderungen strukturiert und nachweisbar zu erfüllen.
Wie viele Controls umfasst die ISO 42001?
Die Norm enthält im Anhang A insgesamt 38 Controls, die in 9 Bereiche unterteilt sind (A.2 bis A.10). Diese decken den gesamten Lebenszyklus ab – von der Daten-Governance bis zu Beziehungen zu Dritten.
Was versteht man unter AI TRiSM?
AI TRiSM steht für AI Trust, Risk and Security Management. Es ist ein Framework, das technische Foundation-Controls bereitstellt, um sicherzustellen, dass KI-Systeme während ihres gesamten Betriebs vertrauenswürdig, sicher und konform bleiben.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zur KI-Beratung
Was unterscheidet eine strategische KI-Beratung vom bloßen Einsatz von KI-Tools?
Während Tools lediglich Aktivität erzeugen, zielt eine fundierte Strategie-Beratung auf messbare Wirkung ab. Sie beginnt mit einer Prozessanalyse, um zu identifizieren, wo geistige Kapazitäten für Routinen verschwendet werden, und entwickelt daraus eine Roadmap für einen echten wirtschaftlichen Hebel.
Was versteht man unter einer KI-Potenzialanalyse?
Dies ist der strukturierte Prozess, bei dem bestehende Workflows in Abteilungen wie Marketing, Sales oder Support auf ihre „KI-Readiness“ geprüft werden. Ziel ist es, „High Impact, Low Effort“-Szenarien zu finden, um Aufgaben, die viel Zeit fressen, signifikant zu beschleunigen.
Welche Rolle spielt das Change-Management in der KI-Beratung?
KI-Beratung umfasst auch das Empowerment des Teams, da die Technologie nur bei hoher Akzeptanz erfolgreich ist. Ein integraler Begleitprozess räumt Vorurteile aus dem Weg und schult Mitarbeiter darin, KI als „persönliche Superkraft“ bzw. effizienten Copiloten zu nutzen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zur KI-Anwendung
Was ist der Vorteil der RAG-Technologie beim „AI Corporate Brain“?
RAG steht für Retrieval-Augmented Generation und verhindert, dass eine KI halluziniert. Die Anwendung greift ausschließlich auf geprüfte, unternehmensinterne Fakten (z. B. aus E-Mails, PDFs oder Servern) zu und liefert so verlässliche Antworten für Teams und Kunden.
Was zeichnet „Kognitive Workflows“ im Gegensatz zur klassischen Automatisierung aus?
Klassische Automatisierung folgt einfachen Wenn-Dann-Regeln, während kognitive Workflows Dokumente nicht nur lesen, sondern verstehen und bewerten. Die Anwendung kann darauf basierend eigenständig komplexe Handlungen in Drittsystemen wie ERP- oder CRM-Lösungen auslösen.
Wem gehört das geistige Eigentum (IP) bei individuell entwickelten KI-Anwendungen?
Bei maßgeschneiderten Softwarelösungen durch eine Fachagentur geht das geistige Eigentum (Intellectual Property) oft direkt an das Unternehmen über. Dadurch wird die Anwendung zu einem proprietären digitalen Asset, das den Gesamtwert der Firma nachhaltig steigert.