Werbespielwiese Super Bowl

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Der Super Bowl. Ein Event der Superlative. Jahr für Jahr steigen die Zuschauerzahlen und auch die Erwartungen an die Halbzeitshow. Dieses Jahr gewannen die New Englands Patriots gegen die Los Angeles Rams 13 zu 3. Rund 120 Millionen Zuschauer aus den USA verfolgen das Finale des Footballs, welches das größte Sportevent des Landes repräsentiert. Weltweit schauten ca. 800 Millionen Zuschauer auf das Mercedes- Benz Stadium in Atlanta. Die Partie neigte eher zu einem defensiven Kampf und war arm an ereignisreichen Offensivaktionen. Der Super Bowl ist aber nicht nur wegen dem Endspiel der NFL so beliebt, sondern auch wegen der Halbzeitshow und der Werbespots. Jährlich wetteifern die Marken um den besten Werbespot. Es soll Zuschauer geben, welche den Super Bowl nur wegen den Werbungen verfolgen, obwohl ihnen American Football egal ist.

Die hohe Zuschauerzahl macht ca. 10% der Weltbevölkerung aus. Der perfekte Ort für Marken, ihre TV-Spots in den Pausen ausstrahlen zu lassen.
Die Werbeplätze müssen aber teuer eingekauft werden. Ein gerade mal 30-sekündiger Spot kostet rund fünf Millionen US-Dollar (4,36 Millionen Euro). Die Produktionskosten sind in diesem Betrag noch nicht einberechnet und kommen noch hinzu. Geschätzt wurden von den werbenden Marken, wie Pepsi, Hyundai und Anheuser-Busch, 382 Millionen Dollar für In-Game Werbung ausgegeben.

Werbung rentiert sich

Trotz der immensen Werbekosten lohnt sich die Werbung. Im jährlichen Super Bowl Werbezirkus strahlt auch der Braukonzern Anheuser Busch seine Werbung aus. Berichten zufolge, hat die Ankermarke des Super Bowls 2015 einen Werbewert von 14 Millionen Dollar erzielt. Das Ganze bei eingesetzten zehn Millionen Dollar Werbekosten. Die Erwartungen an die Werbewirkung seien gerechtfertigt, betont Daniel Kostyra von der Digitalagentur Cocomore. Seine Begründung: Die Werbung besäße einen Kultstatus. „Die Investition lohnt sich, wenn Reichweite, erwartete Wirkung und Kosten im passenden Verhältnis stehen.“ Zudem konnten Wesley Hartmann und Daniel Klapper, Forscher der Stanford University, nachweisen, dass die Marken auch zukünftig mit anderen Sportevents assoziiert werden. Das kann dann zum Beispiel bei den Eishockey Playoffs zu einem Mehrumsatz führen.

Umsatz ist das eine, Image das andere

Den ohnehin schon bekannten Marken geht es beim Super Bowl nicht darum, einen starken Umsatz zu machen. Vielmehr geht es um das Image der Marke. So löst sich das Teilnehmerfeld der Werbetreibenden und richtet sich mehr auf frauenorientierte Anzeigen. Das bisherige sportaffine Klientel: Männer. Daher ging es bis vor ein paar Jahren mehr um Produkte wie Fast Food, Bier und Autos. Verfolgte man dieses Jahr die Werbespots jedoch aufmerksamer, so fiel auf, dass in jedem Spot Frauen mit einem Stern versehen waren. Die Markenriesen wollten so an einem der auffälligsten Werbetrends teilhaben, um mehr Frauen zu erreichen.

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