Positionierung schlägt Kampagne

Viele B2B-Häuser geben Geld für Maßnahmen aus und überspringen die unbequeme Arbeit: Wofür stehen wir – und warum sollte der Markt uns den Vorzug geben?

Wer das nicht in einem Satz halten kann, den ein Vertriebsleiter vor dem Kunden ausspricht, führt keine Marke. Er produziert Auftritt.

Markenentwicklung heißt deshalb zuerst entscheiden. Was ist der Kern, den andere nicht glaubwürdig behaupten können? Für wen sind wir die erste Wahl? Und für wen ausdrücklich nicht? Ohne diese Ausschlüsse bleibt jedes neue Erscheinungsbild eine weitere Schicht Lack.

Ohne diese Ausschlüsse bleibt jedes neue Erscheinungsbild eine weitere Schicht Lack.

Der Brand Code

Wir nennen das Fundament Brand Code. Kein Plakat. Die interne Logik, nach der später Gestaltung, Texte, Vertrieb und Marketing laufen.

Vier Dinge müssen darin stehen – knapp, nicht als Folienroman:

  • der Platz im Markt
  • die Stimme
  • die sichtbare Ordnung
  • die Argumente, die Marketing und Vertrieb nicht jedes Mal neu erfinden

Steht der Code, wird der Alltag kürzer. Die Geschäftsführung muss nicht jede Headline retten. Der Vertrieb muss die Firma nicht in jedem Gespräch neu übersetzen. Inhalte hören auf, nach der Branche zu klingen.

Genau deshalb beginnt eine Agentur für Markenentwicklung vor dem Design. Nicht danach.

Refresh statt Schaufenster-Neustart

Die Angst vieler Inhaber: Jetzt wird alles entsorgt.

Meistens nicht. Oft reicht ein Brand Refresh. Was im Markt trägt, bleibt. Was unscharf ist, wird neu entschieden. Die visuelle Identität folgt der Schärfung, sie ersetzt sie nicht.

Ein kompletter Bruch ist selten nötig und selten klug. Substanz vernichten ist kein Beweis für Strategie.

Was sich ändert

Eine entschiedene Marke holt das Angebot aus dem reinen Vergleich. Vertrauen entsteht, bevor das Datenblatt auf dem Tisch liegt. Kampagnen werden billiger, weil sie nicht jedes Mal neu erklären müssen, wer Sie sind.